Essay, Research Paper: Ein Land - Zwei Systeme
History: European
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2. Ein Land - zwei Systeme
b) Wirtschaftssystem BRD-DDR
Die g?ngigste Gegen?berstellung der Wirtschaftssysteme Ost- und Westdeutschlands lautet: Planwirtschaft - Marktwirtschaft. Das ist allerdings stark vereinfachend und nicht vollkommen richtig. | Die DDR konnte n?mlich ohne marktwirtschaftliche Instrumente wie Zins, Gewinn und verschiedener Steuerformen ihre sogenannte Planwirtschaft nicht handhaben. Das wollte man in der DDR-F?hrung oft nicht wahrhaben, und es hat immer wieder sogenannte ideologische Auseinandersetzungen mit verschiedenen ?konomen gegeben, die st?rker marktwirtschaftliche Instrumente in der Planung anwenden wollten. | In der Bundesrepublik hingegen existiert eine Marktwirtschaft mit verschiedenen Planungsformen. So wird z.B. als ein wichtiges Planungsinstrument der Leitzins genutzt, mit dem der Staat ?ber die Bundesbank konjunkturell eingreift. Dem zur Seite stehen eine Reihe wichtiger vom Staat ?ber den Bundesminister f?r Finanzen im Sinne einer "Planung" handzuhabender finanzieller Instrumente. Au?erdem verf?gen gro?e Konzerne, deren Wirkungsbereich fast der gesamten fr?heren Volkswirtschaft der DDR entspricht, ?ber gro?e Planungsabteilungen. | Wesentlich waren vor allem die unterschiedlichen Eigentumsverh?ltnisse. In der Bundesrepublik dominiert seit jeher das privatwirtschaftliche Eigentum an Grund und Boden, Banken, Fabriken, wenngleich es auch Staatseigentum gibt wie Bundesbahn, teilweise VW, bis vor kurzem Post, Lufthansa u.a. Aufgrund der Monopolstellung einzelner Unternehmen - Bsp. Post, Bahn - ist die Wirkung marktwirtschaftlicher Instrumente stark eingeschr?nkt, was teilweise sogar gesetzlich fixiert ist - Bsp. Bef?rderungsmonopol der Post. | In der DDR gab es sogenanntes Vokseigentum, das aber eigentlich nur Staatseigentum war. Offizielle Version war die Gleichsetzung von Volksinteressen mit denen des Staates, was nicht stimmen konnte, weil die Interessen des Einzelnen v?llig unzureichend ber?cksichtigt wurden. Der Einzelne hat dann ein Interesse an der Arbeit, wenn es ihm etwas bringt. Das ist auch heute nicht anders, und die Praxis zeigt, da? beispielsweise zu hohe (progressiv steigende) Steuern initiativbremsend wirken. Die DDR hatte ein Wirtschaftsmodell der UdSSR ?bernommen oder ?bernehmen m?ssen, das in einem entwickelten Land nicht funktionieren kann, weil die staatliche Planung nicht das Wirken bestimmter sich selbst regulierender Instrumente ersetzen kann. Solche Instrumente kann man zwar in jeder Gesellschaft zeitweise bei Mangelerscheinungen (Nachkriegszeit) au?er Kraft setzen, sie sind jedoch niemals auf Dauer lebensf?hig. | Wenn man ?ber die Unterschiede der ost- und westdeutschen Wirtschaft spricht, geh?ren auch die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen dazu. Die DDR mu?te der UdSSR viele Milliarden Reparationen f?r das Erbe des Krieges zahlen, w?hrend die Bundesrepublik von den USA in der gleichen Zeit Milliardenkredite im Rahmen des Marshall-Planes erhielt. So hat der kalte Krieg, der jahrelang die Ost-West-Beziehungen beherrschte, die ostdeutsche Wirtschaft viel st?rker getroffen als die westdeutsche, zumal die DDR keine potenten Verb?ndeten besa?, wie das Erbe der UdSSR beweist. Im Zeitalter der rasanten technologischen Revolution fehlte in der DDR jegliche Basis, um mit der Weltwirtschaft wirklich Schritt zu halten. Der Abstand wurde st?ndig gr??er und war nicht aufholbar. Daran ?ndern auch einige Spitzenleistungen nichts, die man au?erdem nach 1990 gr??tenteils nicht mehr sehen wollte, weil sie in der funktionierenden Volkswirtschaft der Bundesrepublik nur Kapazit?ts-Konkurrenz bedeuteten.
konjunktburell = die wirtschaftliche Gesamtlage und ihre Entwicklungstendenz betreffend
Reparationen = Kriegsentsch?digungen
b) Wirtschaftssystem BRD-DDR
Die g?ngigste Gegen?berstellung der Wirtschaftssysteme Ost- und Westdeutschlands lautet: Planwirtschaft - Marktwirtschaft. Das ist allerdings stark vereinfachend und nicht vollkommen richtig. | Die DDR konnte n?mlich ohne marktwirtschaftliche Instrumente wie Zins, Gewinn und verschiedener Steuerformen ihre sogenannte Planwirtschaft nicht handhaben. Das wollte man in der DDR-F?hrung oft nicht wahrhaben, und es hat immer wieder sogenannte ideologische Auseinandersetzungen mit verschiedenen ?konomen gegeben, die st?rker marktwirtschaftliche Instrumente in der Planung anwenden wollten. | In der Bundesrepublik hingegen existiert eine Marktwirtschaft mit verschiedenen Planungsformen. So wird z.B. als ein wichtiges Planungsinstrument der Leitzins genutzt, mit dem der Staat ?ber die Bundesbank konjunkturell eingreift. Dem zur Seite stehen eine Reihe wichtiger vom Staat ?ber den Bundesminister f?r Finanzen im Sinne einer "Planung" handzuhabender finanzieller Instrumente. Au?erdem verf?gen gro?e Konzerne, deren Wirkungsbereich fast der gesamten fr?heren Volkswirtschaft der DDR entspricht, ?ber gro?e Planungsabteilungen. | Wesentlich waren vor allem die unterschiedlichen Eigentumsverh?ltnisse. In der Bundesrepublik dominiert seit jeher das privatwirtschaftliche Eigentum an Grund und Boden, Banken, Fabriken, wenngleich es auch Staatseigentum gibt wie Bundesbahn, teilweise VW, bis vor kurzem Post, Lufthansa u.a. Aufgrund der Monopolstellung einzelner Unternehmen - Bsp. Post, Bahn - ist die Wirkung marktwirtschaftlicher Instrumente stark eingeschr?nkt, was teilweise sogar gesetzlich fixiert ist - Bsp. Bef?rderungsmonopol der Post. | In der DDR gab es sogenanntes Vokseigentum, das aber eigentlich nur Staatseigentum war. Offizielle Version war die Gleichsetzung von Volksinteressen mit denen des Staates, was nicht stimmen konnte, weil die Interessen des Einzelnen v?llig unzureichend ber?cksichtigt wurden. Der Einzelne hat dann ein Interesse an der Arbeit, wenn es ihm etwas bringt. Das ist auch heute nicht anders, und die Praxis zeigt, da? beispielsweise zu hohe (progressiv steigende) Steuern initiativbremsend wirken. Die DDR hatte ein Wirtschaftsmodell der UdSSR ?bernommen oder ?bernehmen m?ssen, das in einem entwickelten Land nicht funktionieren kann, weil die staatliche Planung nicht das Wirken bestimmter sich selbst regulierender Instrumente ersetzen kann. Solche Instrumente kann man zwar in jeder Gesellschaft zeitweise bei Mangelerscheinungen (Nachkriegszeit) au?er Kraft setzen, sie sind jedoch niemals auf Dauer lebensf?hig. | Wenn man ?ber die Unterschiede der ost- und westdeutschen Wirtschaft spricht, geh?ren auch die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen dazu. Die DDR mu?te der UdSSR viele Milliarden Reparationen f?r das Erbe des Krieges zahlen, w?hrend die Bundesrepublik von den USA in der gleichen Zeit Milliardenkredite im Rahmen des Marshall-Planes erhielt. So hat der kalte Krieg, der jahrelang die Ost-West-Beziehungen beherrschte, die ostdeutsche Wirtschaft viel st?rker getroffen als die westdeutsche, zumal die DDR keine potenten Verb?ndeten besa?, wie das Erbe der UdSSR beweist. Im Zeitalter der rasanten technologischen Revolution fehlte in der DDR jegliche Basis, um mit der Weltwirtschaft wirklich Schritt zu halten. Der Abstand wurde st?ndig gr??er und war nicht aufholbar. Daran ?ndern auch einige Spitzenleistungen nichts, die man au?erdem nach 1990 gr??tenteils nicht mehr sehen wollte, weil sie in der funktionierenden Volkswirtschaft der Bundesrepublik nur Kapazit?ts-Konkurrenz bedeuteten.
konjunktburell = die wirtschaftliche Gesamtlage und ihre Entwicklungstendenz betreffend
Reparationen = Kriegsentsch?digungen
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